Freitag 16. November 2018

Inhalt:

Zukunft

Die Kirchlichkeitskriterien 9 - 12

Instrument zur Vergegenwärtigung des Heils - Gestaltung der Zukunft

Im Ostteil der Stiftskirche befindet sich der Altar als der Mittelpunkt des Stifts. Ebenfalls im Ostteil der Kirche befindet sich der Abgang zur Gruft. Letzterer weist uns darauf hin, dass kirchliche Organisationen nach einem anderen Zeitmanagement handeln.

So sollen kirchliche Organisationen unter dem Vorbehalt der begrenzten irdischen Zeit etwas vom endgültigen Heil schon in dieser Welt sichtbar und erfahrbar machen und sich dafür einsetzen.

 

9. Vollendung der Zeit

Ein Zeitmanagement, welches Tod und Ewigkeit mitbedenkt, orientiert sich nicht an kurzfristiger Gewinnmaximierung, sondern am Wohl der Generationen. Wenn das Ende der Zeit mitbedacht wird, wissen kirchliche Organisationen auch um ihr eigenes Ende und die eigene Relativität. „Kirchliche Organisationen sind dann kirchlich, wenn sie den eschatologischen Vorbehalt einkalkulieren‘“.

 

Im Bistum Gurk wird die Ewigkeit mitgedacht und damit das Wissen um die Vollendung der

Welt/Zeit lebendig gehalten.


Seht die Wohnung Gottes unter den Menschen! Er wird alle Tränen von ihren Augen abwischen: Der Tod wird nicht mehr sein, keine Trauer, keine Klage, keine Mühsal. Denn was früher war, ist vergangen.“(Offb 21,3) „Die Zeit ist erfüllt.“ (Mk 1,15) „Von den Zeiten und Stunden aber, ist es nicht nötig, euch zu schreiben; denn ihr selbst wisst genau, dass der Tag des Herrn kommen wird, wie ein Dieb in der Nacht.“ (1 Thess 11,1ff) „Seid wachsam!“ (Mt 24,24)

 

 

10. Innovation als Wandlung

Kirchliche Organisationen sind dann kirchlich, wenn sie Erfahrungsräume dafür bieten, wie es sein wird, wenn das, was früher war, wirklich vergangen ist und wie das Neue aussehen kann. Es geht darum, ein Stück weit, den Himmel vorweg zu nehmen. Kirchliche Organisationen stehen so für eine Innovationsbereitschaft, die mutig mit neuen Formen experimentiert. Es wird Neues entwickelt, auf diese Ver‐Wandlung vertraut und das z.B. in der Weiterent-wicklung des Stifts sichtbar gemacht (z.B. in der überdachten Transparenz eines modernen Zubaus an das historische Gebäude).

 

Das Bistum steht für Innovation und versteht diese als wirklich Neues (Wandlung), was die neue Zeit vorweg nimmt.

 

„Ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott her aus dem Himmel herabkommen.“ (Offb21,2)

 

 

11. Worte des Heils

Kirchliche Organisationen proklamieren das klare, lebensermöglichende Wort. Worte, „von denen Menschen tatsächlich leben können!“

Im Dienst der Versöhnung wird das auch in der eigenen Kommunikationskultur nach innen und außen sichtbar.

 

Das Bistum ermöglicht Worte des Heils.

 

„Der Mensch lebt nicht nur von Brot, sondern von jedem Wort, das aus Gottes Mund kommt.“ (Mt 4,4)

„Ich bekenne Gott dem Allmächtigen und Euch Brüder und Schwestern, dass ich Gutes unterlassen und Böses getan habe, durch meine Schuld ….“ (Liturgie)

 

 

12. Mahl des Lebens

Kirchliche Organisationen machen im Gebrochenen Gottes Schönheit sichtbar. Wenn sie Gebrochenes teilen und dies gemeinsam feiern, entsteht eine neue Welt und ein neuer Mensch. Das Sakrament des Altares ist die „Vergegenwärtigung des Heiles schlechthin.“

Kirchliche Organisationen stellen sicher, dass das Mahl des Lebens gefeiert wird.


Im Bistum wird das Mahl des Lebens gefeiert.

 

„Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Wer von diesem Brot isst, wird in Ewigkeit leben.“ (Joh 6,51).

 

 

 

 

 

 

 

 

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